Badischer Architekturpreis

Der Badische Architekturpreis ist ein für alle Bauschaffenden und Interessierten offener und unabhängiger Architekturpreis.

 

Die Nominierungsphase für die laufende Kampagne hat am 1. März 2022 begonnen. Noch bis 20. Mai 2022 können Werke und Gebäude in 12 Kategorien nominiert werden.

 

2019 haben mehr als 20.000 Menschen ein Voting abgegeben. Zuvor waren mehr als 240 Einreichungen in den Kategorien Industrie/Gewerbebau, Öffentliche Bauten, Privathäuser/Wohnen, Interior Design und Ingenieurbauwerke eingegangen.

 

Wie schon bei der Erstauflage in 2019 wird es auch 2022 eine große Gala im Europäischen Forum am Rhein geben, auf der die Architektur gefeiert und die Gewinner ausgezeichnet werden. Der Termin hierfür ist der 15. Oktober 2022.

 

Die ALLPLAN Handelsvertretung Olaf Nicke unterstützt den BADAP als Gold-Sponsor und wird die Fachkategorie Residential Architecture betreuen.

ALL-STARS-AWARD NACH AMERIKA:

BADISCHER ARCHITEKTURPREIS FÜR RICHARD MEIER

 

Der amerikanische Star-Architekt Richard Meier hat den Badischen Architekturpreis in New York verliehen bekommen. Die Jury, Schirmherr Frank Scherer und Stifter Jürgen Grossmann würdigen mit dem All-Stars-Award Meiers Verdienste um die Weiterentwicklung guter Architektur in Baden-Württemberg.

 

„Richard Meier hat ein Werk geschaffen, das bis heute junge Architekten begeistert und inspiriert“, sagt Jürgen Grossmann. „Sein Museum Frieder Burda ist der Beweis, dass sich gute Architektur eben nicht auf Stahl, Glas oder Beton sondern auf Licht, Raum und Wirkung konzentriert.“

 

Meier folgt damit als Preisträger auf Philippe Starck, der den Badischen Architekturpreis BADAP in der Kategorie All Stars 2019 erhalten hatte.

„Das Burda-Museum in Baden-Baden ist bis heute etwas ganz Besonderes für mich“, sagte Meier in seinem Büro in Manhattan im Zuge der Preisverleihung. „Ich erinnere mich an einen außergewöhnlichen Bauherrn und an die große Herausforderung, mitten im Central Park von Baden-Baden dieses Projekt zu realisieren.“

 

Gleichzeitig verriet er, warum er seit den 1970er Jahren immer wieder gern in Deutschland gebaut hat. „Es gibt eine besondere Wertschätzung für Architektur in Deutschland, die man so fast nirgends sonst auf der Welt findet.“

 

Den jungen amerikanischen Architekten Richard Meier inspirierte vor allem die Wohnhausarchitektur Le Corbusiers. An diesen Stil schließen sich fast alle der von ihm entworfenen Gebäude an. Sie sind in weißer Farbe und strengen geometrischen Formen gehalten und zeichnen sich durch lichtdurchflutete Innenräume aus. Dahinter steckt Meiers Mantra: „Das Wichtigste ist Licht. Licht ist Leben.“ 

 

Diese Handschrift zeigt auch Meiers Entwurf für das Museum Frieder Burda in Baden-Baden, das im Oktober 2004 eröffnet wurde. Meier schuf - gemeinsam mit dem Baden-Badener Architekt Peter W. Kruse - für die Kurstadt einen lichten, offenen Bau mit zwei großen Sälen, zwei Kabinetten und einem Souterrain. Die drei Geschosse werden wie in anderen Museumsbauten Meiers über begehbare Rampen erschlossen. Der Neubau mit rund 1000 Quadratmeter Ausstellungsfläche kostete seinerzeit etwa 15 Millionen Euro und wurde ohne 
öffentliche Fördermittel realisiert. 

Bildquellen:

Richard Meier / Karsten Staiger

Museum Frieder Burda / N. Kazakov

Die Zeit ist reif für den Award

Warum Landrat Frank Scherer den Badischen Architekturpreis als Schirmherr unterstützt

 

Der Badische Architekturpreis, kurz BADAP, ist die höchste Auszeichnung für Architektur in der Region. Nach seinem Erfolg bei der Premiere im Jahr 2019 mit 20.000 abgegebenen Stimmen geht er nun in die zweite Runde. Die Einreichungs- und Bewerbungsphase ist in vollem Gange: Bis zum 20. Mai 2022 können die schönsten, funktionalsten und bedeutsamsten Bauwerke Badens eingereicht werden. Die Diskussion ist damit eröffnet.

Frank Scherer, Landrat des Ortenaukreises, unterstützt den BADAP aktiv. Warum er die Diskussion über die Architektur der Region für so wertvoll hält und was ihn überzeugt hat, sich als Schirmherr des BADAP zu engagieren, verrät er uns im Interview.

                                                                                                                                    

Herr Scherer, seit seiner Premiere im Jahr 2019 sind Sie Schirmherr des Badischen Architekturpreises. Was hat Sie damals überzeugt, mitzumachen?

Architektur ist für die Gesichtszüge unserer Orte und Landschaften verantwortlich, sie ist sozusagen das Make-up unserer Heimat! Wenn das gut gelungen ist, dann profitieren davon nicht nur wir Badener täglich, sondern auch Millionen von Gästen wissen das zu schätzen. Deshalb finde ich es wichtig, gute Architektur auszuzeichnen. Zudem hat mich die demokratische Komponente des BADAP überzeugt. Wir haben hier einen Preis, der nicht ausschließlich von einer Jury vergeben wird, sondern die Bevölkerung stimmt mit darüber ab, ob ein Gebäude gelungen ist oder nicht.

 

Was ist denn das Besondere am BADAP?

Er hat es schon im Premierenjahr geschafft, das Bewusstsein für die badische Baukultur zu schärfen und aufzuzeigen, mit welchen architektonischen Trümpfen unsere Region aufwarten kann. Initiator Jürgen Grossmann ist es auch in diesem Jahr wieder gelungen, die Fach-Jury mit weltbekannten Star-Architekten hochkarätig zu besetzen. Es ist ein spannender Wettbewerb, der die Menschen mitnimmt und interessiert, dass zeigen die vielen privaten Einsendungen. Hinzu kommt, dass in sechs von zwölf Kategorien diejenigen mitentscheiden, auf die Architektur wirkt und die Architektur tagtäglich nutzen. Zudem werden Themen berücksichtigt, die für die Nutzer besonders wichtig sind.

 

Meinen Sie damit die Kategorie Ökologisches Bauen?

Zum Beispiel - aber auch die Kategorie Städtebau finde ich besonders spannend, denn überall da, wo Menschen leben, arbeiten und zusammenkommen ist die Architektur ein ganz entscheidender Faktor, weil sie Räume gibt, neue Plätze schafft oder existierende erweitert. Eine harmonische Gestaltung von Gebäuden, Straßen und Flächen, auf den wir uns bewegen, wirkt in alle Bereiche des täglichen Lebens und leistet einen wichtigen Beitrag für unser Wohlbefinden.

Wie erleben sie die Jury-Arbeit?
Als sehr spannend und inspirierend. Für mich ist es eine große Freude und Ehre, als Laie, aber doch ziemlich aktiver öffentlicher Bauherr, in dieser hochkarätigen Jury mitwirken zu dürfen. Das eröffnet mir auch persönlich neue Perspektiven und die tollen Projekte zeigen, dass man gute Architektur realisieren kann, auch wenn man verpflichtet ist, sparsam und wirtschaftlich zu bauen.

 

Was schätzen Sie: Auf was können wir uns als Publikum und Stimmberechtigte dieses Jahr freuen?

Mit Sicherheit wird es wieder ein spannendes Rennen unter vielen interessanten Objekten geben. Dabei wird die klarere Trennung der Kategorien für einen fairen Wettbewerb sorgen.

 

Wie erklären Sie sich eigentlich die breite Unterstützung für den BADAP?
241 eingereichte Projekte bei der Premiere 2019 und 20.000 abgegangene Stimmen beim Publikumsvoting sind stolze Zahlen, die unterstreichen, dass die Zeit für so einen Award reif war. Sicherlich tragen die tollen Unternehmen aus der Region als Unterstützer und die renommierte internationale Jury sowie die professionelle Vermarktung dazu bei, dass der Badische Architekturpreis eine so große und positive Resonanz erlebt.

 

Es wurde viel vom Architekturdiskurs gesprochen, den der BADAP anheizt. Passt es nach Stuttgart 21, BER und weiteren Großprojekten – bei denen vieles eigentlich mehr Klein-klein als groß war – überhaupt noch in unsere Zeit, sich in Deutschland für seine architektonische Schaffenskraft zu rühmen?

Gerade deshalb passt es doch in die Zeit. Architektur drückt das Lebensgefühl von Generationen und Zeitaltern, Ländern und Regionen, aber auch von Individuen aus. Sie hat Symbolkraft – nach innen und nach außen, ob im Kleinen oder im Großen.

Architekten, Designer und Ingenieure müssen sich immer wieder der Herausforderung stellen, einen Mehrwert – ästhetisch und funktional – mit ihrer Arbeit für die Menschen zu schaffen. Damit sind sie nicht nur für die Bauherren, sondern auch für die Allgemeinheit enorm wichtige Dienstleister. Weil der BADAP ihre Spitzenleistungen würdigt und die Bevölkerung dabei mitbestimmen lässt, setzt er eine grandiose Idee um.

Frank Scherer, Landrat

 

Bildquelle:

Landratsamt Ortenaukreis

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